Tipp: Solaranlage bereits beim Hausbau berücksichtigen

© Udo Kroener – Fotolia.com

Die Energie-Effizienz eines Hauses kann heute so weit gesteigert werden, dass die Energiebilanz des Baukörpers mit allen Ausstattungen letztendlich mehr Energie erzeugt als verbraucht. Dieses so genannte Aktiv Energie Haus setzt allerdings einen höheren Planungs- und Investitionsaufwand voraus, als ihn die meisten „Häusle-Bauer“ aufbringen können. Ein „Niedrig-Energie-Haus“ aber ist für jeden Neubau ohne größere Probleme möglich, zumal die KfW-Bankengruppe in 5 Stufen dafür Förderkredite ausgibt, und das Amt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in wechselnden Förderprogrammen Zuschüsse gewährt. Die nachhaltigste Investition ist jedoch die Einbeziehung einer Solaranlage in den Hausbau.

Eine Solaranlage bedeutet eine kontinuierliche Kostensenkung bei der Primärenergie

Während Dämmungen, Heizungen und Lüftungen Primärenergie nur „verwalten“, ist die Solaranlage fähig, diese selbst zu erzeugen. Der Warmwasserbedarf für das Brauchwasser und die Heizung eines Hauses kann mittels Sonnenkollektoren zu 60 % gedeckt werden, was eine enorme Einsparung bei den Kosten für die bisherigen Brennträger ergibt.
Gasheizungen z.B. erfreuen sich bei den Deutschen traditionell einer großen Beliebtheit. Seit sich die Kombination mit einer Solartherme immer mehr durchsetzt, wird die Gasheizung auch immer wirtschaftlicher. Die ständige Verteuerung des Brennstoffs fällt beim Verbraucher nicht mehr so ins Gewicht, da mehr als die Hälfte der üblichen Liefermenge nicht mehr in Anspruch genommen werden muss. Auch der Klimafaktor spricht für diese Kombination. Von den fossilen Brennträgern ist Gas ohnehin der mit der geringsten Kohlendioxid-Emission, und im Verbund mit der emissionsfreien Solanlage wird ein richtig gutes Ergebnis erzielt.

Kernpunkt beim Hausbau: das Dach

Bei jeder Form der Erzeugung von Solarenergie kommt es auf den Richtungsverlauf und die Neigung des Daches an, um möglichst viel von der Sonnenenergie „einfangen“ zu können. Entsprechend dieser Verhältnisse muss die Solaranlage geplant werden, denn weniger günstige Strahlungsverhältnisse bedeuten ein Mehr an Fläche, mit der die gewünschte Leistung erreicht werden soll. Möglich ist auch der Einsatz leistungsstärkerer Kollektoren, aber gerade beim Neubau ergibt sich mit der größeren Kollektorfläche ein großer Planungsvorteil. Die Platzierung der Solaranlage auf dem Dach ist ohnehin die wirtschaftlich günstigste Variante. Beim Neubau kann eine von vorn herein geplante Indachmontage einen Teil der traditionellen Dachdeckung ersetzen.

Die Kombination mit der Heizungsanlage

Mit der Solaranlage auf dem Dach können dann Rohrsysteme und Zuleitungen im Haus optimal geplant werden. Das zentrale Element der Heizung ist der Pufferspeicher, der während der Sonneneinstrahlung ausschließlich von der Solaranlage versorgt werden kann. Erst wenn die Wärmeversorgung vom Dach unter die erforderliche Temperatur sinkt, wird die Verbrennung zugeschaltet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.