Solarreinigung

Solarmodule können im Laufe der Zeit verschmutzen. Auch wenn durch Regen oder Schnee ein gewisser Reinigungseffekt stattfindet, ist dieser doch bei bestimmten Verschmutzungen nicht ausreichend. Gerade an den Rändern von Modulen mit Rahmen sind Verschmutzungen im Laufe der Zeit nicht zu verhindern. Hier kann sich Moos bilden oder Flechten setzen sich an. Aber auch durch andere äußere Einwirkungen kann es zu so starken Verschmutzungen kommen, dass eine Solarreinigung unbedingt angebracht ist. Solche Verschmutzungen sind eher in Gebieten mit Landwirtschaftsbetrieben (durch Staubentwicklung), mit Industrie oder stark befahrenen Straßen in der Nähe (Abgase, Partikel wie Reifenabrieb etc.) zu erwarten. Aber auch durch Vogelkot oder Blütenstaub können die Solarmodule verschmutzt werden.

Wie erfolgt sinnvollerweise eine Solarreinigung?

Einfaches Abspritzen mit Wasser reicht nicht immer – das kann im Prinzip ja tatsächlich auch starker Regen leisten. Experten empfehlen die Solarreinigung mithilfe einer weichen Bürste, die die Glasschicht nicht angreift. Geeignet sind sowohl Leitungs- als auch Regenwasser, dem ein ökologisches Reinigungsmittel zugefügt wird. Gerade durch das mechanische Bearbeiten mit der weichen Bürste können hartnäckige Verschmutzungen wie angebackener Vogelkot oder fest haftende Flechten gut entfernt werden. Absolut abzuraten ist von dem Einsatz von Hochdruck- oder Dampfreinigern.

Wie häufig sollte eine Solarreinigung durchgeführt werden?

Eine Verschmutzung kann bei den Solarmodulen den gleichen Effekt haben wie Verschattungen. Je nach Modulart kann es damit zu erheblichen Leistungsverlusten kommen. Je nach Stärke der Verschmutzung muss sogar mit einer Minderung des Ertrags von bis zu 20 % gerechnet werden. Belastbare Angaben sind hier kaum zu erhalten. Abhängig von den Umgebungsbedingungen sollte die Solarreinigung spätestens dann erfolgen, wenn Leistungsverluste über den Datenlogger bemerkt werden. In normal belasteten Regionen reicht die Reinigung alle zwei Jahre, in extrem belasteten Gegenden kann die Solarreinigung halbjährlich angezeigt sein.

Kann man die Solarmodule selbst reinigen?

Die Solarreinigung kann mit dem richtigen Gerät auch selbst durchgeführt werden. Natürlich spielt hier die Erreichbarkeit eine entscheidende Rolle. Sicherheit geht vor! Hilfreich können etwa Bürsten mit ausziehbaren Teleskopstangen sein. Bei sehr steilen oder schlecht erreichbaren Dächern sollte die Solarreinigung durch ein Fachunternehmen erfolgen.

Was kostet eine Solarreinigung?

Wird die Solarreinigung von einem Fachbetrieb durchgeführt, dann entstehen Kosten zwischen 2,00 und 2,50 Euro pro Quadratmeter. Bei selbst durchgeführter Reinigung fallen lediglich die Kosten für die geeignete Bürste und das Reinigungsmittel an.

Lohnt es sich?

Bei der Solarreinigung sollte nicht an der falschen Stelle gespart werden. Verschmutzte Solarmodule arbeiten ähnlich schlecht wie verschattete Module und die Lebensdauer der Anlage leidet. Die Kosten für die Solarreinigung sollten daher nicht gescheut werden.