Photovoltaik Einspeisevergütung

Im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ist die sog. Einspeisevergütung festgelegt. Sie ist ein politisches Instrument zur Förderung des umweltfreundlichen Solarstroms. Die Photovoltaik Einspeisevergütung unterliegt einer jährlichen Degression, die sich unter anderem nach der Menge der neu errichteten Photovoltaikanlagen richtet.

Einspeisevergütung 2012

ab 01. April 2012

Quelle: BMU

Januar 2012 bis 31. März 2012

Dach, Fassade oder Lärmschutzwand bis 30kW 30 – 100 kW 100 – 1.000 kW > 1.000 kW
Vergütung in 2011 28,74 Cent/kWh 27,33 Cent/kWh 25,86 Cent/kWh 21,56 Cent/kWh
Vergütung in 2012 24,43 Cent/kWh 23,23 Cent/kWh 21,98 Cent/kWh 18,33 Cent/kWh

Laufzeit und Beispiele

Die Einspeisevergütung wird dem Eigentümer der Photovoltaikanlage für 20 Jahre in der Höhe gezahlt, die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme galt. Wer also 2009 seine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen hat, erhält für den eingespeisten Strom eine Photovoltaik Einspeisevergütung zwischen 31,94 und 43,01 Cent. Wer seine Anlage ein Jahr später erbaute, kann nur mit einer Einspeisevergütung in Höhe von 28,43 bis 39,14 Cent pro Kilowattstunde rechnen. Auf 20 Jahre hochgerechnet, sollten die Unterschiede nicht unterschätzt werden.

Typische Aufdach-Photovoltaikanlage auf einem Einfamilienhaus

Anlagengröße und Aufstellort

Der Gesetzgeber unterscheidet im Erneuerbare Energien Gesetz die Höhe der Photovoltaik Einspeisevergütung je nach Größe der Anlage und Aufstellort. So sollen vor allem kleinere Anlagen gefördert werden, weshalb die Einspeisevergütung für kleinere Solaranlagen höher ausfällt. Zudem ist die Vergütung für Anlagen die auf Gebäuden installiert sind höher als für Anlagen, die auf Freiflächen aufgestellt werden. Seit Mitte 2010 ist die Einspeisevergütung für Anlagen auf Ackerflächen komplett gestrichen.

Eigenverbrauch

Mit der Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes in 2009 wurde auch die Eigenverbrauchsvergütung eingeführt. Damit wird den Betreibern der Photovoltaikanlage die Möglichkeit eingeräumt, den Solarstrom selbst zu nutzen und hierfür eine verringerte Einspeisevergütung zu erhalten. Bis dahin musste der gesamte erzeugte Solarstrom ins öffentliche Netz eingespeist werden und der Eigenbedarf vom Energieversorger zum Marktpreis bezogen werden. Mit dieser Neuregelung der Einspeisevergütung sollen die Netze entlastet werden und die Dezentralisierung der Stromproduktion gefördert werden. Für den Besitzer einer Photovoltaikanlage kann es sich durchaus lohnen, den Solarstrom selbst zu nutzen. Die Eigenverbrauchsvergütung liegt in 2012 zwischen 5,6 und 12,43 Cent pro Kilowattstunde, abhängig von der Größe der Anlage und dem Anteil des selbst genutzten Stroms. Gerade in Mehrfamilienhäusern ist dabei von Vorteil, dass der Eigentümer den Strom auch direkt an Dritte in räumlicher Nähe weitergeben kann. Insgesamt hängt es natürlich vom aktuellen Strompreis ab, ob sich der Photovoltaik Eigenverbrauch lohnt oder nicht.

Größe der Anlage Bis 30 kW 30 – 100 kW 100 – 500 kW
Eigenverbrauch  unter 30%   über 30% unter 30%  über 30% unter 30% über 30%
ab 01.01.2011 12,36 Cent/kWh 16,74 Cent/kWh 10,96 Cent/kWh 15,33 Cent/kWh 9,48 Cent/kWh 13,86 Cent/kWh
ab 01.01.2012 8,05 Cent/kWh 12,43 Cent/kWh 6,85 Cent/kWh 11,23 Cent/kWh 5,60 Cent/kWh 9,98 Cent/kWh